Kleid - Burda Easy Fashion
Das Kleid, von mir und meinem Photoshopklon gemodelt

Seit Jahren leistete mir meine uralte Aldi-(Singer?)-Maschine recht gute Dienste, und sie hätte sich damals im Aldi bestimmt nicht träumen lassen, wie viele Umzüge ihr noch bevorstanden, als ich sie nach Hause trug. Aber in letzter Zeit wurde sie immer lauter und klappriger, verschluckte sich schon an relativ harmlosen Nähten, um dann urplötzlich einen Satz zu machen (also, nicht die ganze Maschine, nur in der Naht), und befestigte zwar noch immer relativ verlässlich Stofflagen aufeinander – aber leider nicht mehr besonders gleichmäßig. Jersey konnte sie noch nie so richtig, Knopflöcher waren immer eher hmnaja als ansehnlich – und so fiel vor ein paar Wochen dann der Entschluss, dass die Zeit für eine neue Maschine gekommen war.

Und… puh. Ich hätte mir gar nicht vorstellen können, wie groß der Unterschied wirklich sein würde. Erstmal ist die neue (eine Texi Ballerina) verblüffend leise. Nicht nur, dass sie im Gegensatz zur alten nicht klingt, als ob sie bald ihre Motorteile von sich schleudern will – auch der Grundlärm ist geringer und Nähen damit sehr viel erfreulicher für die Ohren. Und dann sehen nicht nur alle Nähte insgesamt gleichmäßiger, sondern auch Nähte auf Jersey mit ihr hübsch und ordentlich aus – der Fachmann im Nähmaschinenshop (oben verlinkt – ich war wirklich SEHR angetan von der Beratung) erklärte mir, dass die alte das durch eine andere Art der Unterfadenführung tatsächlich nie gekonnt hätte. Also spare ich mir fürs Erste sogar die Overlock. (Einziger Nachteil der Maschine: Auf die seltsame Farbgebung hätte ich gerne verzichtet…)

Und mit der neuen Maschine sind auch gleich wieder frische Stoffstapel eingezogen, die umgesetzt werden wollen in Plänen, die ich schon länger im Hinterkopf hatte. Einer davon war dieses Kleid aus der Burda Easy Fashion H/W 2013, das ich etwas abgeändert habe (die Schulterschnittteile zusammengelegt, weil mir das alles zu bunt war, die Ärmel einfarbig, kein Reißverschluss, da aus sehr dehnbarem Stoff). Nachdem ich schon vorher ein Shirt nach einem Burda-Schnittmuster genäht hatte, erinnerte ich mich auch wieder daran, dass die Maßangaben bei Burda in keiner erkenntlichen Relation zu echten Figuren stehen – hätte ich die Maßtabelle befolgt, könnte ich jetzt vermutlich noch jemanden mit ins Kleid nehmen. Aber wenn ich sie ignoriere und einfach immer eine 36 nähe, passt es gewöhnlich ohne weitere Änderungen. Der Stoff ist aus der Restetruhe Bielefeld (die zwar oft schöne Stoffe hat, aber nicht immer Qualitätsangaben dazu…) – der grau gemusterte angeblich Überschuss aus einer Boss-Kollektion, der schwarze ein schlichter schwarzer Sweatshirtstoff.

Ich bin zufrieden! Nun hoffe ich, dass der Nähelan auch für die nächsten Projekte ungebremst bestehen bleibt…

Als Premiere: Gepostet beim Me-Made Mittwoch