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Kindle(in) mein

Kindle!

(Ja, ich trage meinen Nagellack passend zum neuen Lieblingsspielzeug.)

Nachdem ich beim Umzug sieben Kisten mit Büchern gefüllt habe, überlegte ich mir, dass das nicht noch mehr werden sollten, da ich vermutlich nicht ewig auf der Insel wohnen werde und der Trennungsschmerz (oder die Kosten für den Transport) dann irgendwann recht groß werden könnten.

Da Amazon auf seinen englischen Seiten zugleich vehement das Kindle 3 bewarb, schien die Lösung recht einfach. (Ähm ja, ich könnte auch erst einmal alle Bücher aus den sieben Kisten lesen und wäre dann vermutlich auch bald umzugsreif. Aber das war ein wenig zu einfach.)

Ich habe also mein Misstrauen gegenüber elektronischen Büchern überwunden und ein Kindle bestellt und bin recht entzückt. Alle Besorgnis bisher ist zerstreut:

  • Das Display sieht quasi aus wie Papier
  • Es riecht nicht wie ein Buch, aber die Lederhülle ist auch nicht übel
  • Der Bildschirm wird beim Weiterblättern kurz dunkel, aber nicht länger, als traditionelles Umblättern dauert (und nicht länger, als die Augen brauchen, um wieder oben zur Seite zu wandern)
  • Man sieht den Fortschritt durchs Buch auch gut am Balken unten auf der Seite, kann also ähnliche Kalkulationen anstellen (“Nur noch 3%, da muss der wahre Mörder bald auftauchen.”)

Zudem ist es angenehmer zu halten als ein dickes Buch, das dazu neigt, sich zuzuschlagen, und mit einem Monat Batterielaufzeit muss ich auch nicht befürchten, dass kurz vorm Enttarnen des Täters das Gerät schlapp macht. Juhu!

Negative Punkte gibt es allerdings auch – für Deutschland ist die Auswahl klein und teuer, für Irland ebenso, also musste ich ein wenig über britische Lieferadressen tricksen. Ein E-Book, so lernt man schnell, scheint juristisch völlig anders als eine gedruckte Fassung desselben Textes zu sein: Nur, weil man ein Taschenbuch problemlos von amazon.co.uk bestellen kann, heißt das noch lange nicht, dass das auch mit dem E-Book geht, und nur, weil man durch die Welt reist, heißt das noch nicht, dass das Kindle auch ohne Tricksen örtliche Literatur erstehen lässt. Alles noch nicht so ausgereift. Auch für Zeitungsabos ist es noch nicht sehr nützlich – man erhält außerhalb der USA keine Bilder oder Grafiken und in Großbritannien nur das Handelsblatt. Hoffen wir mal, dass die zuständigen Anwälte da bald irgendetwas Sinnvolles bewirken.

Mittelgewicht

Mittelgewicht

Die Feiertage zusammen mit ihren gebratenen Truthähnen, Gänsen sowie allen Keksen und Kuchen sind überstanden. Ich werte es als großen Erfolg, dass ich mich dann in Köln beim Blick auf die Tür eines Herrenausstatters noch ganz klar als Mittelgewicht einstufen konnte.

Verschönerungsmaßnahmen

Verschönerungsmaßnahmen

Wenn bei der Arbeit Schlumpf (für Nicht-Bielelder: Kapuzenpullover) und Jeans die normale Arbeitskleidung darstellen, ist es höchst amüsant, sich für die Büroweihnachtsfeier in Schale zu werfen. Es wurden Programmierer im Smoking gesichtet – kaum zu glauben! 🙂

Schluck.

Heimisches Idyll

Bisher sah meine Wohnung so entzückend minimalistisch und aufgeräumt auf. Das ist jetzt wohl vorbei… Es ist ja sehr luxuriös, dass der Umzug von der Firma bezahlt wurde und darum fleißige Helferlein mein Hab und Gut ein- und dann wieder ausgepackt haben. Allein – ihr Auspackstil. Er war sehr effizient, denn es ist nix mehr in Kartons. Leider ist aber auch nichts da, wo ich es normalerweise vermuten würde.

Das Highlight des Einpackens war, als ich in die Küche kam und fragte, wo denn die Mülltüte sei.
“Da drüben, in dem Karton. Der ist schon zugeklebt.”
“…”
“Sie haben gesagt, wir sollen alles einpacken.”
“…Könnten Sie den Müll trotzdem bitte wieder auspacken? Den wollte ich in Polen lassen.”

Ich hatte mich ein wenig gefürchtet, was mich wohl nun, drei Wochen später, in den Kartons noch so erwarten könnte. Bisherige Seltsamkeiten: Verrottender Ingwer (der lag in der Ecke mit Sachen, die nicht mitsollten, war aber nun in einer Schachtel) sowie zwei leere Kartons, leer eingepackt (die standen definitiv bei den Sachen, die entweder als Verpackung dienen oder in den Müll sollten).

Nun denn. Mir scheint, ich habe noch was vor…

St Stephen’s Green

St Stephen's Green

Es ist kühl (das irische Radio warnt aber schon vor “eisigen Temperaturen”, wenn sich das Wetter gemächlich von oben dem Gefrierpunkt nähert), aber im Park sieht es entschieden schon ein bisschen frühlingshaft aus, und in geschützten Lagen finden sich sogar schon Schneeglöckchen und Krokusse. Nur weiter so!

Frohes neues Jahr!

Buh!

Meine Hände sind etwas im Voldemort-Look… Nun ja.

bunt bunt

Und da sach ich noch, Junge, sach ich noch, was willste denn mit den Dingern, als er im Euro-Shop mit Knicklichtern liebäugelte. Nach ein wenig (oder etwas mehr) Spielerei mit Langzeitbelichtungen mit einer wachsenden Anzahl von bunten Stäben war ich dann aber auch überzeugt. Juhu! Bunt! Leucht! Es werde (Knick-)Licht!

Lichtlangzeitbelichtungsexperiment

Das hier sieht befremdlicherweise aus wie ein Windows-Logo. Ist aber eigentlich ein geschickt bewegter Ring aus buntem Knicklicht.

-15°C

nah an Sibirien

Man kann es nicht leugnen: Sibirien ist nah. Teichhühner und Schwäne drängen sich in schwindendem Lebensraum und ich frage mich, was das Loch offenhält – Vogelwärme? Zufall? Einen Zufluss gibt es eigentlich nicht – ich las, das sei ein ehemaliger Nebenarm der Oder, der größtenteils ausgetrocknet ist. Ich las auch, früher habe man hier Stege gehabt, von denen aus man seine Wäsche bequem in der Teichmitte ausspülen konnte. Seltsamerweise habe ich noch eine Frau gesichtet, die vom Alter her die Stege noch gekannt haben könnte und nun (allerdings nicht im Winter) ihre Wäsche in der grünen Entengrütze am Teichufer ausspülte. Lecker.