Category: Squares

14.8.11

DundrumEs fällt in Dublin oft etwas schwer, sich wie in einer Großstadt zu fühlen – was vielleicht damit zusammenhängt, dass ganz Irland weniger Einwohner hat als Berlin und so wenig Metropolenpotenzial besteht.

Es gibt wohl eine Art S-Bahn, aber die fährt nur Richtung Nord-Süd. Und dann gibt es zwei Straßenbahnlinien, die sich aber an keinem Punkt kreuzen. Und natürlich an keinem Punkt auf die S-Bahn treffen. Und dann gibt es ein paar Busse, von denen aber aufgrund der Wirtschaftskrise viele gestrichen wurden und bei denen oft an Haltestellen nur gälische Routen angegeben sind – nur dass die im Alltag nicht gebräuchlich sind, so dass man schon vorher genau wissen muss, welchen man braucht. Im Ergebnis ist das Leben zu Fuß deutlich einfacher.

Wenn man dann aber doch einmal ein wenig so tun möchte, als sei man in einer echten Hauptstadt, kann man zur Straßenbahn wandern und Richtung Einkaufszentrum fahren: Da gibt es futuristische Brücken und richtige Schienen und es sieht beinahe urban aus, wenn man so am Gleis steht.

13.8.11

Nanu? Seit einiger Zeit schwimmt auf dem Dubliner Grand Canal ein Polizeiboot unter deutscher Flagge – ohne weitere Erklärung. Die Herren an Bord trugen keine Uniform, sondern Bierkisten, also schienen sie nicht im Dienst zu sein…

12.8.11

Nach Sommer sieht es hier nicht so richtig aus, und darum habe ich passend auch eine recht herbstliche Erkältung. Mal sehen, ob Ingwer und Zitrone das richten können…

8.8.11

Zu zweit ist es wahrscheinlich schwierig, einen ganzen Geburtstagskuchen zu vertilgen. Aber ein Amerikaner, mit Zuckerschrift zum Space-Invader-Kuchen gemacht, ist auch recht appetitlich.

3.8.11

Venedig
Venedig

Ein wenig verblüffend ist es ja schon, wie klein Europa dank Billigfliegern geworden ist – und wie jetsettend das Leben, wenn man eine Fernbeziehung zwischen Irland und Deutschland führt und sich dann in Venedig trifft, um von dort mit dem Mietwagen nach Österreich zu fahren.

Da die Flugzeiten nicht besonders gut abgestimmt waren, hatte ich einen ganzen Nachmittag Zeit, um in Venedig herumzuwandern. Ich fragte mich dabei die ganze Zeit, ob die Wäsche dort vom Fremdenverkehrsamt an strategisch günstigen Stellen platziert wird, um das Italienklischee zu bedienen, oder ob tatsächlich die Ureinwohner dort täglich ihre Schlüpfer von den Touristenscharen ablichten lassen und sich daran nicht weiter stören. Außerdem frage ich mich, wie oft dort Wäsche in einen Kanal segelt, wenn sie denn wirklich authentisch sein sollte.

Es ist ja alles sehr pittoresk, aber ich kann mir absolut nicht vorstellen, wie es sein mag, dort zu wohnen, den Touristenhorden so ausweglos ausgeliefert – die Schleichwege sind ja recht begrenzt, wenn man alle paar Meter auf einen Kanal stößt. Man muss schon überzeugter Philanthrop sein, um da nicht irgendwann völlig auszuhaken, nehme ich an.