Punkbot in spe

i grobot, Tag 1

Nachdem ich meine grünen Haare immer noch etwas vermisse, habe ich zumindest bald (so hoffe ich) einen freundlichen, grünhaarigen Schreibtischgenossen im Büro. (Ich hab ihn vorgestern bepflanzt. So wachs schon!)

Meine bisherigen Ideen für ein wenig Leben auf dem Schreibtisch konnte ich noch nicht umsetzen (ein Zwergyeti ließ sich nicht auftreiben, ein kleiner Lemur könnte sich über den Mangel an Bäumen beschweren), aber so ein Roboter sollte sich doch in einer High-Tech-Firma recht wohl fühlen.

Smacznego.

ordentlich essen

Guter Vorsatz: öfter kochenDas Jahr ist schon ganze drei Tage alt und trotzdem läuft es mit den guten Vorsätzen noch recht gut. 😉 Mein Arbeitgeber hat meine Kochfähigkeiten stark  beeinträchtigt (würde ich abends auch noch was kochen, könnte man mich bald rollen), aber da ich im Moment noch frei habe, habe ich gestern nach langer Zeit endlich meine Jamie-Oliver-App genutzt und für gut befunden. Nach all den Weihnachtsputen und -gänsen und sonstigen Schlemmereien drum herum dachte ich mir, es wäre ein guter  Moment, um unsere Mägen wieder vorsichtig an Vitamine und Grünzeug zu gewöhnen.

Also habe ich einen Nudelsalat mit Tofu kreiert und bin höchst zufrieden, und habe in meinem vegetarischen Hochgefühl dann auch gleich heute mit Obstquark mein gesundes Essverhalten fortgesetzt.

Und bevor die verbliebenen Weihnachtsleckereien mich allzu sehr anlachen, wage ich mich jetzt todesmutig in den trüben Januarregen hinaus und gehe einmal um den Block. Die Hoffnung, dass heute noch irgendwann Tageslicht durch die Wolken brechen könnte, kann ich um halb fünf wohl wieder aufgeben, aber ein wenig Frischluft wäre sicher trotzdem nicht schlecht.

Lensbaby, Baby!

Lensbaby in Köln

Lensbaby in Köln Lensbaby in Köln
Lensbaby in Köln Lensbaby in Köln
Lensbaby in Köln
Ich habe mein neues “Lensbaby Spark“-Objektiv ein wenig in Köln spazieren geführt – es lag unter dem Weihnachtsbaum, aber leider hatte ich da keine Kamera zur Hand. Außerdem lässt das Wetter bisher zu wünschen übrig, bei Sonne wäre es vermutlich amüsanter. Aber auch so ist es eine nette Erinnerung an die ferne Vergangenheit, die Belichtung manuell einstellen zu müssen, und bei der permanenten Düsternis ist es eine gute Übung für die ruhige Hand.

Beim letzten Bild zog ich mir den Zorn einer rüstigen Rentnerin zu, die wohl mehrfach empört gerufen hatte, sie WOLLE ABER NICHT AUF IRGENDEIN FOTO!!!1! – ich war mit Belichtung und Scharfstellen beschäftigt und da ich sie durch die Linse nicht sehen konnte und es in U-Bahn-Stationen nicht gerade leise ist, habe ich sie wohl nicht schnell genug bemerkt. Sie war nicht leicht zu beschwichtigen (oder fand mich dann noch suspekter, weil ich einen Mülleimer fotografieren wollte), wollte aber auch nicht zu ihrer Beruhigung das Foto sehen (ICH GLAUBE IHNEN JA!!). Oder vielleicht wollte sie sich nur generell über irgendwas empören. Ich habe ihr freundlich lächelnd einen guten Abend gewünscht, bin aber nicht sicher, ob sie dazu in der richtigen Stimmung war.

Stilvolles neues Jahr, liebes Internet

2013-farbig
Mehrfach habe ich in den letzten Wochen in den Medien erfahren, dass Pantone die Farbe des Jahres 2013 angekündigt hat: Das neue Jahr, so erfuhr ich, wird smaragdgrün. Ich muss zugeben, dass ich durch 2012 gekommen bin, ohne mich an “Tangerine Tango” zu orientieren in all meinen farblichen Entscheidungen, aber nun denn – heute bin ich vorbereitet und gehe farblich optimal abgestimmt in den 1. Januar, dank eines fröhlichen Nachmittags voller Fimo-Gematsche. Das hatte ich seit etwa 20 Jahren nicht  mehr gemacht und wollte eigentlich etwas ganz anderes basteln – aber wenn man den Ofen schon einmal anwirft, sollte es sich ja lohnen, für einen halben Kubikzentimeter Fimo schiene mir das doch etwas übertrieben. (Ergebnisbericht folgt.)

Ansonsten ist der Neujahrstag ruhig (und regnerisch): Herumsitzen, die alljährliche Diskussion, dass das Grauen des Traumschiffguckens obligatorisch ist und wichtig, damit ich als Auslandsdeutsche nicht den Kontakt zur deutschen Kultur verliere (hehe) und weil der Herr Verlobte ja immerhin GEZ-Gebühren dafür bezahlt hat, und weil das gemeinsame Echauffieren durchaus unterhaltsam ist. (Für die nachfolgende Spinoff-Serie reichte unser Interesse dann nicht mehr, obwohl es, soweit ich es verstand, um total heitere Hochzeitsplaner auf einem Kreuzfahrt geht, was wir ja in gewisser Weise als Bildungsfernsehen hätten betrachten können.) Statt dessen widmen wir uns nun höherer Kultur (“Zombieland” im Privatfernsehen, besser als von mir befürchtet) – und außerdem melden sich meine guten Vorsätze und ich habe brav eine Seite in meinem Moleskine-Kalender-cum-Skizzenbuch gefüllt UND verfasse jetzt einen Blogeintrag. Jawohl! Frohes Neues, allerseits!

Von Katzennieren und Weihnachtsgänsen

Katzenbrunnen für Monarchistenkater Stevie

Stevie, mittlerweile 17 Jahre alt, ist ein recht rüstiger Kater, aber ihn plagen neuerdings altersbedingte Zipperlein: Die Nieren wollen nicht immer so, wie sie sollen. Gleichzeitig hat er ein neues Hobby entdeckt und trinkt jetzt am liebsten Wasser, das er zuvor aus dem Napf mit der Pfote auf den Boden befördert hat (was Sockenträger in seinem Umfeld nervt). Passend zu Weihnachten fiel mir da ein, dass ich einmal irgendwo in den Weiten des Internets gelesen hatte, dass Katzen fließendes Wasser bevorzugen, was dadurch untermauert wird, dass die beiden anwesenden Katzen Fans von laufenden Wasserhähnen sind. Also gleich eine Handvoll guter Argumente für einen Katzenbrunnen: Plätschert vor sich hin, inspiriert Katzen, ausreichend zu trinken, lässt sich als solide Porzellankonstruktion schlecht umwerfen und, wegen schlechter zugänglichen Wasservorrats, auch nicht so leicht verplempern. Ha! Ideale Geschenkidee.

Allein: Die Katzen wollen noch nicht so richtig. Zwar hat Stevie schon ein paar Mal seine Pfote benetzt und Lucy sich erschreckt, dass das Wasser überraschenderweise recht nass war, aber der erhoffte Enthusiasmus blieb aus – trotz royaler Anordnung (ist Stevie doch großer Fan das englischen Königshauses, wie auch auf den Bildern unten zu erkennen).

Die Queen winkt freundlichGans

Königin Elisabeth II winkt aufmunternd aus der Ferne Richtung Katzenbrunnen, doch bisher ohne größeren Erfolg. Doch auch auf die Weihnachtsgans hat sie gnädig hinabgelächelt, mit schmackhaftem Ergebnis: Der stattliche Biovogel (auch bekannt als “Wolfgans”) hat 6 hungrige Mägen wohl gefüllt.

Nachhaltiges Geburtstagsgeschenk

Dingle

How are you today?
– Engaged, thanks.

Ich habe jetzt schon mehrfach gelesen, dass der National Geographic Dingle als schönsten Platz der Erde beschrieben hat. Dafür habe ich zwar noch keine Quellenangabe finden können, aber ich nehme es einfach mal so hin: Was wäre ein passenderer Rahmen für eine Verlobung?

Für immer alleine?

forever alone?
V.l.n.r.: Kalajoki, Verdigris, Knucks

Ich glaube, ich habe ein kleines Problem, wenn es ums Stricken von zweiteiligen Dingen geht: Meist komplettiere ich eins und widme mich dann neuen, aufregenderen Dingen (zum Beispiel einem anderen Projekt, das zwei Teile benötigt, um nützlich zu sein. So habe ich jetzt einen einzelnen Socken (Muster: Kalajoki), einen Pulswärmer, der gleich den gesamten Unterarm mitwärmt – “och, einmal wiederhole ich das Muster noch”, dachte ich mir, und da ward es gleich deutlich länger – Muster: Verdigris) und einen fingerlosen Fingerhandschuh (jaha), der schon seit 2006 Single ist (Knucks) und bei dem ich genau so lange überlege, ob und was ich da auf die Finger sticke, falls ich je eine zweite Hälfte komplettiere. Da ich aber gerade ein einem Pullover stricke, habe ich wahrscheinlich noch Zeit, um weiter darüber nachzudenken.

Wir haben alles richtig gemacht.

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Eins sollte man in Irland schnellstmöglich lernen: Wenn es Wochenende ist und die Sonne scheint, dann sollte man umgehend in einen DART-Zug springen und gen Küste fahren. (Oder sich in einen Park legen. Oder von mir aus sonstwo in die Natur, aber die steht einem ohne Auto weniger offen.) Als Kontinentaleuropäer neigt man dazu, erst noch in Ruhe zu frühstücken und der Außenwelt nur sehr gemächlich entgegenzutreten – das heißt allerdings hier, dass man dann gleich daheim bleiben kann, da das Wetter gewöhnlich nicht besonders lange hält.

Aber wir haben alles richtig gemacht: Aufs (späte) Frühstück verzichtet, gerade noch die Bahn erwischt und durch Dun Laoghaire flaniert. (Nach einem Brunch dort, das White Tea sei hier sehr empfohlen.) Die Sonne schien, die Wolken hielten ein paar Stunden lang Abstand, und unsere Vitamin-D-Vorräte sollten wieder aufgestockt sein. Auf dem Rückweg gab es dann die ersten Schauer in der Ferne (plus Regenbogen, die aus dem DART heraus nur mäßig gut zu fotografieren sind), aber unser Timing war optimal: Kurz nach Heimkehr die ersten Tropfen von vielen. Ha, Irland! In langen Jahren haben wir dieses Wettermuster durchschaut: Das mit den sonnigen Samstagvormittagen kurz vor dem Guss scheint das Standardprogramm zu sein.

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