Category Archives: Dublin

Warm und (schaf)wollig

Fetching

Irland ist, wie man bei jedem Ausflug außerhalb von Dublin bemerkt, dichter von Schafen als von Menschen besiedelt. Nachdem in Polen alles verfügbare Garn entweder  aus Acryl oder Baumwolle war, musste das neue Wollangebot gefeiert werden (trotz vorhandener Wollvorräte).

In ein paar Abenden vor dem Fernseher entstanden dann Pulswärmer – bei der hiesigen Witterung immer noch angebracht – nach dem Muster “Fetching” (gratis bei Knitty). Das Strickmuster war schon länger auf meiner Liste von Strickwerken für ungemütliche Winterabende, und als es dann bereits fertig als Muster im Wollregal lag, sah ich das als Omen, das ich unmöglich ignorieren konnte.

partylaceLustig dann auch: Die Verkäuferin im Wollladen kam mir seltsam bekannt vor, ebenso der Schal hinter ihr am Regal. Und tatsächlich: Auf meine vorsichtige Frage hin, ob ich sie und ihren Schal vielleicht aus dem Internet kennen könnte, bestätigte sie mir, dass der Schal, den ich seit ewigen Zeiten immer ein bisschen weiterstricke, tatsächlich von ihr designt wurde. (Das Strickmuster gibt es unter “Party Lace Scarf” auf der Website ihres Ladens, “This is Knit”.) Also sollte ich ihm mal wieder widmen – er ist zwar deutlich länger (und schöner) als auf dem Foto rechts, aber es wäre nett, ihn langsam mal fertigzustellen. (Das würde dann auch wieder erlauben, nach neuer Wolle Ausschau zu halten, oder?)

Fauna mit Frühlingsgefühlen

effektive TarnungJeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit spähe ich fleißig in den Kanal, um das Wachstum der Entenküken zu verfolgen. Allerdings muss man feststellen, dass so eine braune Mutterente wirklich hervorragend getarnt ist – besser noch als ihre Küken (s. links).

Wenn Familie Ente also gerade keinen Ausflug macht, so muss man schon sehr genau in den Schlamm schauen, um sie ausfindig zu machen. (A propos Familie: Der Vater ward lange nicht gesehen. Hmmm. Ich wittere ein Drama.)

Wenn man dann aber sein Teleobjektiv zückt (vermutlich verwunderlich für die Umwelt wegen oben erwähnter effektiver Tarnung), so kann man seine gefiederten Nachbarn genauer beim Schlummern betrachten.

Entenfamilie

Vier Küken auf einem Haufen, und die Mutter warf mir zwischendurch misstrauische Blicke zu. Zwei weitere Küken flauschten ein Stück entfernt vor sich hin und übten sich in Symmetrie.

flauschige Symmetrie

Kantinenfrühstück

Frühstück bei der Arbeit

Leider habe ich beim Mittagessen (Steak mit Bourbonsoße, frische Pommes, gefüllte Avocado, Salat, Melone, Keks) meine Kamera vergessen, aber das Frühstück (Frittata mit Käse, Sandwich, Mandelgebäck, Bananen-Ananas-Smoothie) ist dokumentiert. Auch sonstige Snacks sind nicht dokumentiert…
Interessant ist, dass hier die Begeisterung über all die Unmengen von kostenlosem Essen schnell nachlässt: Es gibt eine Kommentartafel in der Kantine, in der sich Menschen beschweren, dass bei all der Auswahl gerade heute aber bei fünf Brotsorten das Baguette fehlte oder die Soße eine Idee zu dickflüssig war. Nun ja. Ich mampfe mich noch sehr zufrieden durch den Tag.

Schluck.

Heimisches Idyll

Bisher sah meine Wohnung so entzückend minimalistisch und aufgeräumt auf. Das ist jetzt wohl vorbei… Es ist ja sehr luxuriös, dass der Umzug von der Firma bezahlt wurde und darum fleißige Helferlein mein Hab und Gut ein- und dann wieder ausgepackt haben. Allein – ihr Auspackstil. Er war sehr effizient, denn es ist nix mehr in Kartons. Leider ist aber auch nichts da, wo ich es normalerweise vermuten würde.

Das Highlight des Einpackens war, als ich in die Küche kam und fragte, wo denn die Mülltüte sei.
“Da drüben, in dem Karton. Der ist schon zugeklebt.”
“…”
“Sie haben gesagt, wir sollen alles einpacken.”
“…Könnten Sie den Müll trotzdem bitte wieder auspacken? Den wollte ich in Polen lassen.”

Ich hatte mich ein wenig gefürchtet, was mich wohl nun, drei Wochen später, in den Kartons noch so erwarten könnte. Bisherige Seltsamkeiten: Verrottender Ingwer (der lag in der Ecke mit Sachen, die nicht mitsollten, war aber nun in einer Schachtel) sowie zwei leere Kartons, leer eingepackt (die standen definitiv bei den Sachen, die entweder als Verpackung dienen oder in den Müll sollten).

Nun denn. Mir scheint, ich habe noch was vor…

Grand Canal Dock bei Nacht

Dock bei Nacht

Keltische Symmetrie III

Keltische Symmetrie III

Ok, das Bild ist von gestern. Das irische Wetter benimmt sich klischeegemäß – nachdem wir gestern am Meer in dünnen Jacken in der Sonne saßen, fiel zehn Stunden später plötzlich Schnee in dicksten Flocken und blieb sogar liegen. Kühl ists – so hatte man mir Irland nicht angekündigt! Wo ist er denn jetzt, der versprochene Frühling?

Prunk im Einkaufszentrum

Prunk im Einkaufszentrum

Auch ohne Geld auszugeben kann man sich über das Powerscourt Townhouse freuen, vor allem, wenn man nach oben schaut. Nebenher freute es mich, hier eine Überschneidung der Online- und Offlinewelt zu finden: Schon seit Längerem habe ich einen Schal auf den Stricknadeln, und das Strickmuster stammt von This Is Knit – ich fand es im Internet (hier unter “Party Lace”), nun sehe ich auch den realen Laden. Bei der beträchtlichen Schafdichte Irlands fange ich vielleicht auch wieder ernsthafter mit dem Stricken an…

Keltische Symmetrie II

Keltische Symmetrie II

Finns Hotel

Keltische Symmetrie

Keltische Symmetrie

Vielleicht vermisse ich ja nur Wroclaw, aber irgendwie erinnert mich dieses Bild außerdem vage an eine Eule.

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