26. März 2011: Lustwandeln in Hollywood

April 17th, 2011
Marilyn und ich

Posieren mit Frau Monroe

Wenn man im Regen in Santa Monica ist, stellt man fest: Diese Stadt (dieser Staat?) ist nicht darauf ausgelegt. Der Strand: Unattraktiv, da ohne Unterstellmöglichkeit. Außerdem… Strand im Regen habe ich zur Genüge in Irland, und ich muss feststellen, dass der Pazifik ohne Sonne deutlich weniger hermacht. Die Einkaufsstraße: Eine Fußgängerzone – also keine klimatisierte Mall, in der ganzjährig die gleichen Wetterbedingungen herrschen. (Außerdem hat man die nach ein paar Tagen Regen auch recht satt, denn so besonders aufregend ist sie auch nicht.)

Was also tun? Vor allem ohne Auto? Ein Touristenbus schien eine gute Idee: So kann man sich im Trockenen fortbewegen, sieht etwas mehr von Los Angeles und kann an interessanten Stellen aussteigen und flanieren, um die Fahrt später fortzusetzen. So die Theorie.

Hollywood lacht

Hollywood am Horizont. Sieht im Fernsehen schöner aus.

Allein: So entspannt, wie es sich zuerst anhörte, war es dann doch nicht. Die Busse sollen eigentlich alle halbe Stunde fahren, ließen aber sehr auf sich warten. Außerdem sind die Entfernungen riesig – ich habe von Santa Monica aus nur die Beverly Hills- und Hollywood-Tour gemacht, bis Downtown LA reichte die Zeit gar nicht. Auf der Karte ist das nur eine winzige Ecke von L.A., aber die Rundfahrt war auch so schon gut 70 Kilometer lang.

Hop-on, hop-off

Ein Bus, nur für mich

Und dann kommt das Hauptproblem: Die “interessanten Stellen”, an denen es das Touristenherz quasi aus dem Bus hüpfen lässt, all dem Glamour entgegen. Denn daran mangelt es mehr, als es selbst den vorgewarnten Reisenden erwarten lässt. Santa Monica und Venice Beach sind, so am Strand und unter Palmen, noch recht angenehm. Alles andere gen Inland ist unsagbar hässlich – sechsspurige Straßen und uninteressante Läden an den Straßenrändern (chinesische Waschsalons, Autowaschanlagen, Fast Food-Drivethroughs). Manchmal ist es dann abrupt ein paar Meter lang grün an der Seite (irgendwo dahinter ist dann wohl die Nobelgegend von Beverly Hills – während ich verstehe, dass sie keine Touristenbusse vor der Tür möchten, könnten sie aber trotzdem ihr Viertel hübscher gestalten) oder der Bus biegt um eine Ecke und man sieht sich verwirrt um: Aha, Rodeo Drive, sieht aus wie eine Replik einer westdeutschen Kleinstadt-Einkaufszone. Nur halt teurer.
Der Touristenbus beschallte einen vom Band (bzw. nur mich, der Bus war ansonsten leer) lautstark mit der Nachricht, man solle rechts und links gucken, da alles von Berühmtheiten wimmelt – ich bin nicht sicher, ob ich aktuelle Berühmtheiten kenne, bin aber recht sicher, dass ich andere Touristen gesehen habe, die wiederum eine Berühmtheit sahen: Sie standen als Horde vor Fendi und zeigten aufgeregt hinein. Wahnsinn. Welch Glamour… und wie unspaßig es sein muss, inmitten dieser wildgewordenen Touri-Scharen berühmt zu sein.

Beverly Hills, so glamourös

Beverly Hills: Glamour pur.

Irgendwann wurde der Sprecher vom Band ganz aufgeregt: Dort! Das Ortseingangsschild von Beverly Hills! Angeblich eins der meistfotografierten Schilder der Welt! Ab hier sind die Berühmtheiten noch dichter gesät!! Hm. Links ist erwähnter Grünstreifen, aber der war nicht nennenswert glamouröser als, sagen wir, der Siekerwall in Bielefeld. Und so richtig idyllisch platziert ist dieses Schild dort auch nicht. Meine Aufregung hielt sich also sehr in Grenzen, und zu meiner Enttäuschung waren weder Tori Spelling noch Shannon Doherty oder Jason Priestley unterwegs (die ich persönlich mit Beverly Hills verbinde).

Ich bin dann pflichtbewusst zwischendurch ausgestiegen und eine Straße voller Second-Hand-Läden langgelaufen. Hm. Uninteressant. Irgendwann bin ich, meiner minimalistischen Karte folgend, links abgebogen, sicher, dass bald unglaublicher Glanz am Horizont erstrahlen müsste: Der Walk of Fame, die Stätte der Oscarverleihung, die Handabdrücke im Beton – doch sicherlich ein beeindruckender, ehrfuchtgebietender Ort, der mich endlich für Los Angeles begeistern würde?

Wo ist hier bitte der Glamour?

Nix mit Glanz und Gloria.

Nun. Also. Geht so. Also eher nicht so. Außer, man findet Einkaufszentren ansprechend. Nett war zumindest, dass Marylin mich dort begrüßte und wir uns kurz gemeinsam den Paparazzi zeigten. Ansonsten trampeln dort aber Hunderte von Touristenfüßen auf den betonierten Gedenkplatten für allerlei Stars herum. Japanische Reisegruppen setzen Ellenbogen ein, um einige davon für die Dauer einer Fotoaufnahme frei von anderen Menschen zu halten, was das gesamte Unterfangen recht gefährlich gestaltet. Andere Menschen traten auf Zsa Zsa Gabor ihre Kippe aus. Respektlos. Und die Straße davor war eine völlig durchschnittliche Einkaufsstraße mit den Standard-Mittelklasseläden. Ich muss also zusammenfassend feststellen, dass ich sehr beeindruckt bin, dass die Oscar-Organisatoren diesen Ort so glanzvoll wirken lassen, und würde ihnen dabei gerne über die Schulter schauen.

Aber ich habe auch etwas gelernt: Meine Füße sind kleiner als die von Arnold Schwarzenegger. Aber im Gegensatz zu ihm bin ich nicht sicher, ob ich dorthin zurückkehren möchte.

Terminator-Fußstapfen

Arnold will be back, ich nicht.

24.3.2011: Ein ganzer Tag in Bildern (California Dreaming)

April 16th, 2011

A day in the life of...A day in the life of...
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A day in the life of...Abendessen im Büro
BüroRegen in Santa Monica
3rd Street Promenade3rd Street Promenade
3rd Street Promenade3rd Street Promenade
The Georgian HotelThe Georgian Hotel
5-year diaryThe Georgian Hotel

Ich gratuliere.

April 15th, 2011

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Holländische Mondlandschaft

March 16th, 2011

Karten können täuschen: Auf der Landkarte sieht das Oosterschelde-Sturmflutwehr recht interessant aus – man plant ja nicht einfach mal so, ein Meer über mehrere Kilometer vom Land abzusperren. In der Mitte dieses Riesenbollwerks ist eine kleine Insel, und wenn man sie ansteuert, locken einen Schilder auf einen Parkplatz für einen Familienspaßpark. Ich weiß nicht, mir scheint, Holländer stellen sich Spaß anders vor als ich. Wenn man auf den beworbenen Parkplatz fährt, so landet man direkt auf dem Mond, zumindest im März. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass auch bei größerer Besucherdichte das folgende Panorama heiter wirkt:

Vielleicht erfährt man dann auch, wohin dieser Geselle zeigt (bisher denkt man nur “Vielleicht ist es da besonders trist?”):

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Und hätte ich ein gigantisches Wehr, würde ich mir irgendwas einfallen lassen, um es besser zur Geltung kommen zu lassen. So war es, trotz seiner Größe, nur mittelaufregend.

Osterschelde

So steht man da ein wenig unschlüssig im Dunst und fotografiert um sich herum – links oder rechts macht da gar nicht so einen großen Unterschied.

Sieht eh überall gleich aus

Sonne in Zeeland!

March 15th, 2011

Trampoliiiiin

Nun gut, ich verzeihe der Witterung, denn nach allgemeinem Nebel kommt nun die Sonne zum Ausgleich so motiviert durch, dass man draußen frühstücken konnte (im T-Shirt!) und daraufhin das ferienhauseigene Trampolin nutzen kann, um das großzügige Mahl wieder abzutrainieren. (Es ist erstaunlich, wie anstrengend das plötzlich ist. Als Kind im Turnverein schien das weniger zu schlauchen. Egal: Juhuuuuuuu, Trampolinspringen. Sehr stimmungshebend.)

Zeeland im Nebel

March 14th, 2011

Nebel

Nebel, Nebel, vorn wie hinten.

Immer noch Nebel

Nachwuchs bei den Nachbarn

March 13th, 2011

Schafportrait

Nicht nur in Irland gibt es Schafe, auch Holland ist da recht produktiv. Niedlich nimmt sich so ein Lamm direkt hinter dem Feriendomizil aus – man kann immer mal vorbeigucken, ob es immer noch so entzückend und harmlos ist. Wer weiß, wie lange das anhält – der Herr Vater scheint vom rechten Wege abgekommen zu sein und durfte nur durch den Zaun mit seinem Spross kommunizieren. Vielleicht ein wolliger Raubkopierer, wer weiß.

P3145366

Abendessen

March 12th, 2011

Esszimmer

Kurzurlaub in Holland – an diese Atmosphäre beim Abendessen könnte ich mich aber auch länger gewöhnen.

Narzissensims

March 4th, 2011

Irischer Frühling

Wenn man schon ein klassisches Kaminsims hat, dann muss man das auch jahreszeitgemäß herrichten.

Hallo, Herr Nachbar

March 3rd, 2011

Irischer Frühling

Vor dem Umzug war vor meinem Zimmerfenster die Seitenwand eines recht hässlichen Hotels – so unschön, dass ich nicht einmal ein Foto davon habe, da die hölzernen Jalousien grundsätzlich immer die schönere Sicht boten.

Das hat sich doch merklich verbessert mit dem Umzug: Ein Stück hinter den Palmen findet sich da manchmal eine Möwe mit Sinn für Symmetrie ein. (Und ich habe sie lieber dort als auf dem Dach über meinem Bett. Erstaunlich, wieviel Krach so ein Vogel machen kann, wenn man gerade noch schlafen will.)